"Slackern"
in Kunst"

DIE SCHNITTSTELLE
VON ELCTRONICA UND AVANTGARDE BETRITT UNDERFORSCHT
IN EINER SITUATION "ÖFFENTLICHEN RAUMES" AUDIOVISUELLES
NEULAND UND DAS MIT EVIDENTEM ZUSPRUCH DES PUBLIKUMS.
Sicher ist
die Kunst des Veejayings noch nicht so bekannt wie der grosse Bruder
das Deejaying, dennoch blüht hier im Verborgenen eine Kunst zwischen
Pop und Avantgarde, die die Musik besonders akzentuiert und belebt.
Das high flyer-Team aus München avancierte in den letzten
Jahren zu einem der innovativsten Acts für Live-Visuals in der
Elektronikszene. Ob Liquid Images oder psychedelische Solarights,Science-Fiction-
oder Super 8-Filme unbekannter Herkunft, Kaffetassen oder Ufos, Leuchtreklamen
oder die Gesichter von Clubgästen, das riesige Bildarchiv des Teams
um Peter Becker, Andreas Bergen, Maria Heinzlmann, Daniel Botz und David
Süß verwandelt jede Location, ob Club oder Museum, in ein
elektronisches Pop-Labor. Die intensivsten und spannendsten Bild- und
Soundkombinationen gelingen dann, sobald sich während der Liveperformance
Deejay`s und Veejay`s von einander anregen lassen. Das Bildmaterial,
ob es sich nun um Computeranimationen oder Alltagsszenen handelt, wird
zunächst exakt auf die Musik bzw. die Beats aufgebaut und getaktet
wird. Mittels großflächiger Projektionen auf Stoffe, Wände
und Tänzer hat das high flyer-Team einen eigenen Stil entwickelt,
der nicht nur die Musik sondern auch Raum und Publikum interaktiv miteinbezieht.
Daher ist das Team mittlererweile auch auf internatinalem Parkett anzutreffen,
wie kürzlich geschehen in ihrer Zusammenarbeit mit Gigolo-Records
auf dem Numero Festival in Lissabon. Seit dem ersten "What is Ambient"-Festival
von 1995 in München entwickelte sich ein Pool kreativer Künstler,
die sich konsequent der elektronischen Bild- und Klangforschung widmen.
Wie Peter Becker selbst beschreibt, lebt dieses Projekt vor allem von
und durch die Szene. Viele Visuals sind erst im Zusammenhang mit den
Besonderheiten der unterschiedlichen Locations erarbeitet worden. So
wurden eigens für den Ultrachall die legendären Slacker-Partys
ins Leben gerufen.Nicht verwunderlich ist es, daß nun auch die
Kunstszene aufmerksam wurde und das Team vor kurzem im Olymp der Medienkunst,
dem Zentrum für Kunst- und Medientechnologie in Karlsruhe engagiert
wurde.




Quelle Text::
Flyer München 07/2002
Quelle Bild: Highflyer Archiv